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Intensivierte Rehabilitationsnachsorge

In einer ambulanten oder stationären Rehabilitation, die mehrere Wochen dauert, lernen Sie als Patient wichtige Maßnahmen zur Verbesserung und Stärkung Ihrer eigenen Gesundheit. Um das Erlernte besser in Ihren Alltag und ins Berufsleben integrieren zu können, ist eine gute Nachsorge besonders wichtig. Sie wird als weiterführende Therapiemaßnahme vom Reha-Arzt verordnet und steht jedem Patienten, der seine Rehabilitation über die Deutsche Rentenversicherung durchgeführt hat, zu.

Auf Sie als Patient kommen dabei keine Kosten zu, denn die werden von der Deutschen Rentenversicherung getragen. Die sogenannte Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (IRENA) ist ein wichtiger Teilbereich der Nachsorge. IRENA umfasst Training, Schulung und Beratung von Patienten und wird in unseren ambulanten Reha-Kliniken angeboten.
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Anwendungsgebiete der IRENA

IRENA wird genau dann verordnet, wenn mehrere Problembereiche gezielt bearbeitet werden sollen, die Sie bei der Erwerbsfähigkeit einschränken oder dafür sorgen, dass Sie auch nach der Rehabilitation erst einmal arbeitsunfähig bleiben. Dazu gehören zum Beispiel Bewegungsmangel und Übergewicht. Grundsätzlich eignet sich IRENA aber für alle Arten von Erkrankungen. Ziel ist dabei, den Rehabilitationsprozess mithilfe von unterschiedlichen indikationsbezogenen Therapiefeldern weiterzuführen und zu festigen. IRENA sollte möglichst direkt im Anschluss an die Reha stattfinden, um den größtmöglichen medizinischen und therapeutischen Effekt zu erzielen. Die Nachsorge muss aber in jedem Fall innerhalb von drei Monaten nach Rehabilitationsende begonnen werden und nach Ablauf von zwölf Monaten ab Reha-Ende abgeschlossen sein.

Methoden der IRENA

Ein erfahrenes Team aus Ärzten und Therapeuten erstellt einen individuellen Nachsorgeplan für Sie zusammen, um so gezielt auf Ihre persönlichen Bedürfnisse eingehen zu können. Für IRENA wurden verschiedene Therapiefelder entwickelt. Je nach Bedarf werden Einheiten aus mindestens zwei Bereichen miteinander kombiniert. Ein Segment beinhaltet Sport- und Bewegungstherapie sowie Physiotherapie. In einem weiteren Teilbereich geht es um Klinische Psychologie, Arbeitstherapie und Klinische Sozialarbeit. Der dritte Baustein beschäftigt sich mit Information, Motivation, Schulung und Ernährungsmedizin. Insgesamt gibt es bis zu 24 Behandlungstermine – bei neurologischen Beschwerden sind es sogar bis zu 26 Einheiten. Das Training findet in Gruppen statt. Die angewendeten Methoden sind sehr vielfältig und tiefgreifend. Sie reichen von Entspannungstraining, Muskelaufbau bis hin zu Ernährungsberatung, Schmerzbewältigung und ergotherapeutischem Funktionstraining.
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