Nachsorge

Alle unsere Leistungen

Psy-RENA

Um die erzielten Erfolge nach einer stationären oder ambulanten Rehabilitation zu erhalten und zu vertiefen, ist eine Nachsorge als weiterführende Therapiemaßnahme von großer Bedeutung. Sie steht jedem Rehabilitanden zu, wird von der Deutschen Rentenversicherung übernommen und ist somit für Patienten zuzahlungsfrei. Verordnet wird die Nachsorge vom behandelnden Reha-Arzt. Ein spezieller Teilbereich der Nachsorge ist die Fachrichtung Psy-RENA. Der Begriff steht für Psychosomatische Rehabilitationsnachsorge.

Anwendungsgebiete der Psy-RENA

Psy-RENA kommt in Betracht, wenn nach einer psychosomatischen Rehabilitation weiterer Therapiebedarf besteht, um die kommunikativen und sozialen Kompetenzen eines Patienten zu stärken und die in der Rehabilitation erlernten Methoden zur Problemlöse- und Konfliktfähigkeit zu festigen. Durch die Nachsorge lernen Patienten mithilfe von geschultem Fachpersonal die Reha-Ziele in den Alltag und das Berufsleben zu integrieren. Bei der Psy-RENA werden vielfältige Strategien zur Stress- und Konfliktbewältigung vertieft. Durchgeführt wird Psy-RENA von ärztlichen und psychologischen Therapeuten in Rehabilitationseinrichtungen und Therapiepraxen. Die Nachsorge muss spätestens innerhalb von drei Monaten nach Abschluss der Rehabilitation beginnen und innerhalb von zwölf Monaten nach Beendigung der Rehabilitation abgeschlossen sein.

Methoden in der Psy-RENA

Grundsätzlich findet die Nachsorge im psychosomatischen Bereich in einer halb-offenen Gruppe mit 10 bis 12 Teilnehmern statt. Die insgesamt 25 wöchentlich stattfindenden Sitzungen dauern jeweils 90 Minuten. Zusätzlich gibt es ein Aufnahme- und Abschlussgespräch mit jedem einzelnen Patienten, für das je 50 Minuten beansprucht werden. Bei individuellem Bedarf werden ergänzend zu den Gesprächen in der Gruppe vernetzende bzw. koordinierende Maßnahmen durchgeführt. Das können Gespräche mit Angehörigen, mit dem Reha-Fachberater oder dem Betriebsarzt sein. In der Gruppentherapie wird über Probleme am Arbeitsplatz oder in zwischenmenschlichen Beziehungen gesprochen. Auch die Themen Angst, Burnout oder Depression werden thematisiert. Durch Rollenspiele und Erfahrungsaustausch wird auf die individuellen Situationen Bezug genommen und aufgezeigt, welche Strategien zur Stress- und Konfliktbewältigung dabei eingesetzt werden können.